Fahrt zur North Rim über Horseshoe Bend
Wir schlafen natürlich wieder etwas länger und brauchen recht lange, um all unser Chaos im Auto zu verstauen. Wir checken aus dem Hotel aus und wollen bei Dennys herzhaft frühstücken. Der Dennys Mannschaft ist es scheinbar auch noch etwas zu früh, sie müssen dreimal nachfragen, wie denn jetzt das Frühstück werden soll, und was doch alles Aufpreis kosten muss. Naja, immerhin sind wir danach alle absolut satt.
Auf dem Weg zum Grand Canyon kommt kurz nach Page die Horseshoe Bend. Dieser Aussichtspunkt ist zwar jedem durch Postkarten bekannt, aber die wenigstens wissen wohl wo er ist. Entgegen der Beschreibung von Karsten Rau ist der Punkt mittlerweile von der 89 ausgeschildert. Wir parken unser Auto und gehen die 800m bis zum Viewpoint. Johannes gibt zu Protokoll, dass es immerhin 35°C sind. Der Viewpoint ist wirklich atemberaubend. Die Felswände fallen mehrere 100 Meter senkrecht ab, und der Colorado hat sich eine beeindruckende Hufeinsenförmige Kurve in den Fels geschnitten. Manuel und Jens bleiben recht lange, staunen und fotografieren, während Johannes mit dickem Kopf für die 800 Meter Rückweg Manuels GPS testet. Da er den Weg zum Auto gefunden hat, scheint es wohl funktioniert zu haben;-)
Von der Horseshoe Bend fahren wir ohne weitere Zwischenstopps zur North Rim. Da wir erst für die nächste Nacht eine Reservierung auf dem Campground haben sind wir ziemlich enttäuscht, dass für diese Nacht nichts mehr zu bekommen ist. Man empfiehlt uns, unmittelbar vor dem Parkeingang im National Forrest wild zu campen. Erst gehen wir jedoch ins Backcountry Office um uns über den Zustand der Trails zu informieren, und unsere Gruppengröße von 4 auf 3 zu ändern. Die Trails sind alle in gutem Zustand, die Wasserversorgung intakt, die Temperaturen am ersten Campingplatz könnten allerdings in den „lower 60s“ liegen, was uns dazu bewegt, die Schlafsäcke mitnehmen zu wollen.
Wir entschließen uns direkt wieder aus dem Park heraus zu fahren, und einen schönen Platz im Wald zu suchen. Wir fahren Richtung „Point Fire“. Nach ca. 20 Meilen kommen wir zurück in den National Park, d.h. dass unser Zeltplatz leider vor dem eigentlichen Point Fire liegen muss. Direkt vor dem Gate zum National Park ist jedoch ein wunderbarer Platz, auf dem unsere Vorgänger bereits eine Feuerstelle errichtet haben. Wir bauen das Zelt unter hohen Kiefern auf, und beobachten ein paar Rehe in unmittelbarer Nähe. Wir erkunden noch ein bisschen die Gegend, finden aber keinen schnellen Zugang zum Grand Canyon. Beim Lagerfeuer kochen wir Nudeln und lassen den Tag mit Pasta und Wassermelone inmitten der Natur gemütlich ausklingen.
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