Wahweap Hoodoos, Alstrom Point
Zu den Hoodoos möchten wir ein paar Vorbemerkungen machen: Angeregt wurden wir zu dieser Wanderung von Steffen Synnatschke. Er weißt auf seiner Seite zu Recht auf die Empfindlichkeit der Hoodoos hin. Dem können wir uns nur anschließen. Vielleicht wäre ein Permit System für dieses Gebiet keine schlechte Idee. Bis dahin erhaltet ihr bei den Rangern in Big Water eine ausreichend gute Wegbeschreibung. Steffen hat Teile dieser Beschreibung ebenfalls auf seiner Seite veröffentlicht. Der auf unser Map eingetragene Weg bietet einen weiteren Anhaltspunkt. Dennoch sollte jeder Hoodoo-Begeisterte als erstes das Visitor Center des BLM in Big Water ansteuern. Die Ranger dort haben, neben einer guten Wegbeschreibung aus erster Hand, immer aktuelle Informationen über die Wetterlage, die Befahrbarkeit der unbefestigten Zufahrtswege und zahlreiche weitere nützliche Kleinigkeiten.
Nun zu unserem Bericht:
Nach der Wanderung zur Wave legen wir einen Ruhetag ein und besuchen die public Laundry. Im Safeway kaufen wir vorher noch Waschmittel ohne Bleiche, was in den USA echten Seltenheitswert hat. Jens’ Waschmaschine ist kaputt, so dass alles etwas länger dauert, aber auch er ist irgendwann fertig. Später wird er feststellen, dass ein paar T-Shirts nicht mehr wirklich weiß, und auch nicht mehr wirklich in Form sind.
Nachdem alles gewaschen und halbwegs gut zusammengelegt ist, gehen wir über die Strasse bei „Fiesta Mexicana“ essen. Wir bestellen einen gemischten Vorspeiseteller für alle und jeder noch ein Hauptgericht. Nach der Vorspeise waren wir eigentlich schon fast satt, selbst Jens musste beim Hauptgang kurz vor Ende aufgeben. Es war aber super lecker, und weit mehr als genug. Das Restaurant ist also sehr zu empfehlen, und wir kommen bestimmt noch mal wieder…
Am nächsten Morgen klingelt um drei Uhr morgens klingelt der Wecker! Aufstehen, anziehen und los Richtung Big Water. Wir wollen zum Sonnenaufgang an den Hoodoos sein, d.h. um 6:06 Uhr Page Zeit. Wir folgen der Wegbeschreibung der Visitor-Information und Manus GPS-Koordinaten und sind gegen 4 Uhr früh am „Parkplatz“. Mit Taschenlampen geht es den Wash entlang. Dieser scheint im Laufe der Zeit ziemlich in der Gegend herum zu mäandern, es ist kaum möglich, in der Dunkelheit halbwegs zügig voran zu kommen. Wir entschließen uns also fast ausschließlich nach dem GPS-Pfeil zu laufen, wozu Manu extra zwei weitere Wegpunkte eingespeichert hatte.
Wir laufen ca. 2 Stunden, am Ende können wir auch die Taschenlampen einpacken, da die Dämmerung deutlich begonnen hatte. Wir sind deutlich vor Sonnenaufgang an der ersten Hoodoo-Gruppe und laufen noch zur 2. und 3. Gruppe. Dann warten wir auf den Sonnenaufgang, der die weißen Türme ins rechte Licht rücken sollte. Dieser kommt, bedingt durch die angrenzenden Berge, 40 Minuten zu spät. Als das Licht endlich da ist, laufen wir durch die Hoodoos, fotografieren ohne Ende und sind begeistert von den Türmen, die wie der Elfenbeinturm in Fantasien aussehen. Es ist schon etwas besonderes, an einem Ort zu sein, wo nur wenige Menschen sich hin verirren. Natürlich treffen wir niemanden sonst, außer einem Dutzend Hasen, die irgendwie komische Schwänze haben.
Insgesamt ist das Hoodoo-Gebiet sehr fragil, man muss gut aufpassen, wohin man seine Füße setzt. Wir laufen noch ein bisschen in dem Gebiet herum, bis wir nach einer kurzen Ahoi-Keks-Pause recht müde den Rückweg antreten. Im Hellen ist das Ganze schon viel einfacher, jetzt kann man mehr oder weniger dem Wash folgend geradeaus laufen. Wir finden problemlos zurück zu unserem Auto und fahren zurück nach Page. Der Frühstücksimbiss hat leider kein Frühstück mehr, somit Frühstücken wir Whopper um 11 Uhr bei Burgerking.
Wir fahren zurück auf’s Zimmer, da wir doch noch sehr müde sind. Johannes schläft direkt ein, Manu hält sich noch ein bisschen mit lesen wach, Jens tippt Tagebuch. Irgendwann wachen wir alle auf, und merken, dass wir uns etwas beeilen müssen. Wir wollen noch ein paar Sachen für den Grand Canyon einkaufen, und außerdem vor Sonnenuntergang am Alstrom Point sein. Dementsprechend beeilen wir uns, und kommen auch halbwegs zeitig los.
Der Weg zum Alstrom Point verläuft zum Teil auf der Smoky Mountain Road und ist auch sonst eine ziemlich anspruchsvolle Dirtroad. Es sind einige Passagen zu überwinden, die mit unserem 2WD nicht ganz ohne sind. Letzten Endes hat sich aber unser Durango sehr gut geschlagen. Kurz vor dem Alstrom Point gab es dann einen Stau, weil auf der engen Straße zwei deutschsprachige Pärchen mit ihren 4x4 Cherokees nicht mehr weiter wollten. Wir erkunden zu Fuß die Gegend und merken schnell, dass die Sonne bereits zu tief steht, um schöne Bilder zu bekommen, bzw. um die spektakuläre Aussicht zu genießen. Wir laufen noch ein bisschen rum, entschließen uns dann aber, so schnell wir möglich umzukehren, um noch möglichst weit mit Sonnenlicht fahren zu können.
Wir verfahren uns auf dem Rückweg ein wenig, merken es aber zum Glück schnell. Mittlerweile ist es doch schon dunkel, sehr vorsichtig aber absolut sicher fahren wir den holprigen Weg zurück. Zum Abschied von Page gehen wir noch einmal zu dem hervorragenden Mexikaner. Wir bestellen wieder die Vorspeisenplatte, zusätzlich noch ein paar Quesadillas, und ansonsten nur ein paar „Pacifico“. Aus den Paar werden noch ein paar mehr, und außerdem noch die ein oder andere Magaritta. Insgesamt ein sehr netter und lustiger Abend und ein gelungener Abschied vom ansonsten ziemlich langweiligen Page.
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