Von Carnavon bis Coral Bay
In Carnaven gibt es eine große Satellitenschüssel (inzwischen inaktiv), mit der mit den Apollo Missionen kommuniziert wurde. Die Schüssel sieht spektakulär aus, die Besichtigungsmöglichkeiten sind aber sehr begrenzt. Mehr, als sich den Turm von außen anzugucken, ist nicht möglich.
Da der Weg bis zur Coral Bay nicht mehr so weit war, haben wir einen Abstecher zu den Blow Holes gemacht. Dort war das Meer auch wieder sehr braun und schlammig. Der Schlamm kann eigentlich nicht vom Kalbarri Park bis hier oben getrieben worden sein, anscheinend gab es also auch hier Stürme. Das Meer war erfreulicherweise auch sehr rau und aufgewühlt, so dass die Blow Holes gut funktionierten. Wir konnten vier bis fünf Meter hohe Fontäne bestaunen. Insgesamt ein ganz netter Abstecher, aber kein absolutes Muss auf der Tour. Der Zeitaufwand für den Umweg beträgt ungefähr 1,5h (30 min hin, 30 min Fotografieren, 30 min Rückweg).
Coral Bay an sich ist ein recht kleiner Ort und besteht im Wesentlichen aus zwei Campingplätzen, einem Backpacker und ein paar kleinen Shops. Die Bucht ist sehr schön: Weißer Strand, klares Wasser und schöne Schnorchelmöglichkeiten. Zum Schnorcheln läuft man die Bucht ein paar Meter nach links bis zum Paradise Beach und steigt dort ins Wasser. Von der Strömung wird man dann zurück nach Coral Bay getrieben. Ja nach Strömung kann man so eine bis anderthalb Stunden ohne große Kraftanstrengungen Schnorcheln. Leider sind in Coral Bay viele Koralen abgestorben, da früher angeblich die Fische mit Brot gefüttert worden sind. Die Fische und die restlichen Korallen waren jedoch sehr schön.
Andere Camper haben uns erzählt, dass vor neuen Jahren das Unterwasserleben wesentlich spektakulärer gewesen wäre. Dies zeigt wieder mal den Konflikt zwischen Erhaltung der Natur und dem manchmal zerstörerischen Tourismus.
Zurückgelegte Strecke: ca. 350km
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