Von Perth bis Williams
Am 7.3.2006 starten wir (Manuel und Johannes) für einen knapp 6-wöchigen Urlaub an das andere Ende der Welt, nach Westaustralien. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Fotos und Reiseberichte.
Unser Flug mit Quantas von Frankfurt über Singapur landete um 1 Uhr nachts in Perth. Da unser Autoverleih nachts nicht geöffnet hatte, haben wir die Zeit bis 8 Uhr am fast ausgestorbenen Flughafen verbracht und dann ein Taxi zum Verleih (23 AUS-Dollar) genommen. Wir hatten nach dem Studieren mehrer Testberichte (besonders zu empfehlen ist dieser)) einen 4WD Camper von Apollo gemietet, da wir einen Kompromiss zwischen Geländegängigkeit und Komfort gesucht haben. Mit dem Camper waren wir auf den ersten Blick sehr zufrieden. Nach Aufstellen/Hochklappen des Daches ist der Innenraum sehr geräumig. Draußen gibt es eine Veranda mit Kochstelle.
Nach einem ersten Einkauf ging es zu einem Campingplatz im Nordwesten von Perth. Von dort sind wir das erste Mal ans Wasser gefahren und haben kurz gebadet. Das Wasser war angenehm warm, stellenweise zum Schnorcheln aber zu sehr aufgewühlt.
Am Abend mussten wir beim ersten Kochversuch leider feststellen, dass der Schlauch des Gaskochers nicht luftdicht mit der Gasflasche zu verbinden war. Die Küche blieb daher an dem Abend kalt und wir mussten am nächsten Tag den Schlauch bei Apollo umtauschen. Sehr ärgerlich, aber zum Glück hatten wir Müsli gekauft und waren vor allem noch in Perth.
Der zweite Tag
Am nächsten Tag haben wir die Innenstadt von Perth erkundet. Die Stadt liegt sehr schön am Swan River und besitzt eine imposante Skyline. Sehr schön ist auch der auf einem Hügel gelegene Kings Park. Dort stellten wir erstaunt fest, dass es Australier gibt, die in der für uns doch sehr warmen Mittagshitze, die Treppen zum Park mehrfach rauf und runter joggten. Wir haben eher den Schatten gesucht…
Da wir im weiteren Verlauf des Urlaubs mehrer Tauchgänge unternehmen wollten und Johannes bisher in Deutschland nur den Indoor Teil des Open Water Divers absolviert hatte, musste er für eine Tauchuntersuchung zu einem Arzt in Perth (66 AUS-Dollar). Der Vergleich mit der Untersuchung von Manuel in Deutschland zeigte, dass die Untersuchung in Australien sowohl günstiger als auch umfangreicher und genauer ist. Wenn man die Zeit hat und einen Tauchschein erst noch erwerben muss, sollte man die Untersuchung also besser in Australien durchführen. Erwähnenswert ist noch, dass wir eine Telefonkarte gekauft haben, mit der wir von öffentlichen Telefonen für ca. 12 Euro-Cent nach Deutschland telefonieren konnten. In den Städten gibt es zwar Handy-Netze, außerhalb freut man sich aber, wenn man die Telefonzellen nutzen kann.
Gegen Mittag haben wir dann unseren ursprünglichen Plan leicht geändert und sind bereits einen halben Tag früher nach Süden (Highway 30) Richtung Sterling Ranges gestartet. Bis zum Einbruch der Dunkelheit sind wir ca. 170 km bis nach Williams gekommen. Auf dem Weg haben wir einen kleinen Umweg nach Westen gemacht und einen schönen Scenic Drive mitgenommen. Ein sehr netter Einstieg in die australische Landschaft, welche uns spontan etwas an Spanien und Italien erinnert hatte: ausgetrocknete, für die Viehzucht verwendete Felder. In den nächsten Wochen sollten wir allerdings noch eine Vielzahl anderer Landschaftsarten sehen…
Gefahrene Strecke: ca. 200km
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