| Unsere Mid-Semester Ferien wollten
wir natürlich nicht vor dem Schreibtisch verbringen und haben uns daher
aufgemacht die Nordinsel weiter zu erkunden. Los ging es in Richtung Norden.
Ziel: Cape Reinga. Nach den ersten drei Stunden Autofahrt haben wir in
Whangarei Mittagspause gemacht. Strahlender Sonnenschein empfing uns am
Hafenbecken... |
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| Frisch gestärkt ging es dann weiter in
den Norden... |
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Neuseelands Wälder gleichen eher einem
undurchdringlichem Dschungel. Über 80 verschiedene Farnbaumarten ziehen
den Blicke immer wieder auf sich. |
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| Langsam rückte der Abend näher und wir
stellten fest, dass wir es an diesem Abend nicht mehr bis zum Cape
schaffen würden. Daher entschlossen wir uns für einen Ausflug an den "Ninety
Miles Beach". Der Name entspricht nicht ganz der Wirklichkeit, "90
Kilometer Strand" wäre genauer. |
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| Von weitem sahen wir ein paar Gestalten in dem noch
kalten Wasser. Beim näher kommen stellten wir dann ungläubig fest, dass
die Schwimmer komplett angezogen waren und etwas vom Boden
aufsammelten... |
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Auf Nachfrage erfuhren wir dann, dass
gerade Muschel Zeit wäre. Die Riesemuscheln liegen bei Ebbe im flachen
Wasser zum Aufsammeln bereit. Auch eine Art von Ernte...
Da bis zum Sonnenuntergang noch etwas Zeit war, fuhren wir noch ein paar
Kilometer bis zum nächsten Strandzugang weiter. Dort hatten wir dann den
ganzen Strand für uns. |
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Die erste Nacht verbrachten wir in "Farmstay
Backpackers" in Pukenui. Backpackers sind so eine Art kleine
Jugendherbergen und bieten kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten.
Der Farmstay in Pukenui ist nur zu empfehlen. "Klein aber fein" trifft
es sehr gut... |
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Unser Auto wird in den folgenden
Tagen noch einige Schlamm- und Schotterpisten überleben müssen... |
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| Ausgeschlafen machten wir uns dann wieder auf den Weg
in Richtung Cape Reinga. Kurz vorher legten wir aber noch eine letzte
Unterbrechung ein und bogen ab zum Te Paki Stream und den angrenzenden
Sanddünen (den größten in Neuseeland). |
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Und sie waren wirklich groß... |
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| So, nun aber endlich zum Cape: |
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Cape Reinga wird zwar gerne der
nördlichste Punkt Neuseelands bezeichnet, eigentlich ist jedoch eine,
ein paar Kilometer östlich gelegen Landzunge noch ein Stück weiter im
Norden. Dieses Wissen störte uns aber wenig:-))
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Vom Cape aus hat man einen herrlichen
Blick auf die westlich gelegene Bucht. Kilometer lange Sandstrände und
mal wieder tiefblaues Wasser. |
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An Cape Reinga treffen Pazifik und
Tasmanische See aufeinander. An der Columbia Bank treffen Strömungen
beider Ozeane aufeinander uns sorgen für aufgewirbeltes Wasser mit
Wellen in allen Richtungen. |
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| Auf dem nördlichsten Ausläufer des Capes
steht ein ca. 800 Jahre alter Baum. Laut einer Maori Legende steigen die
Seelen der Gestorbenen an diesem Baum aus der Unterwelt herauf und
beginnen ihre letzte Reise nach Hawaiki-a-Nui, zur Insel der Ahnen. |
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Auch hier hat inzwischen die
Technik Einzug gehalten. Der Leuchtturm wird von Solarenergie gespeist
und aus Wellington fern überwacht. |
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| Wir sind verdammt weit weg von Europa... |
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| Ich habe es aufgegeben, mir die
ganzen Namen der Orte, Buchten und Berge zu merken. Die Digitalkamera
muss da als Gedächtnishilfe her. |
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Nach dem äußersten Norden ging es
klarerweise wieder Richtung Süden. Ziel war nun die Bay of Islands,
welche wir in den Abendstunden erreichten. Auf dem Weg hielten wir noch
kurz an der Doubtless Bay an. |
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| Die Bay hat ihren Namen angeblich von
Captain Cook, welcher sich beim Vorbeisegeln die Bucht mit den Worten "This
is doubtless a bay" beschrieben haben soll. |
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